Servus und Grüss Gott,

schon in jungen Jahren bei meinen Eltern in der Küche habe ich das Kochen von Grund auf gelernt. Erinnern kann ich mich noch sehr genau an viele Stunden leidenschaftlicher Arbeit im Betrieb meiner Eltern. Von meinem Vater lernte ich das traditionelle Kochhandwerk und von meiner Mutter die Leidenschaft zu Gebäck, fein dekorierten kalten Platten sowie Desserts. Vor allem aber lernte ich in dieser Zeit das einem nichts geschenkt wird im Leben. Heute noch erinnere ich mich oft an die Nachmittage, an denen ich von der Schule kam, und Spätzle machte, um mich vor den Hausaufgaben zu drücken.

Glücklicherweise ohne familiären Zwang, war es schnell klar das ich Koch werden wollte.

 

Ausbildung

Nach dem Besuch der Realschule begann ich meine Lehre im Hotel-Restaurant Kaiserhof einem weit über die Stadtgrenzen bekanntem Restaurant mit gutbürgerlicher Küche in dem noch viel Wert auf traditionelle Kochkunst gelegt wurde. Patron Horst Hechler schleiften mich und zeigten mir damals, das Beständigkeit, Qualität und Ordnung unablässlich in der Küchenarbeit sind. Küchenchef Marcel Kazda vermittelte mir eine große Leidenschaft für besondere Kombinationen und Produkte. Schon während dieser Zeit interessierte ich mich für alle Arten der Gastronomie und kochte nebenbei an meinen freien Tagen und im Urlaub in zahlreichen Restaurants, was mir einen großen Einblick in die Welt der regionalen Gastronomie schenkte. Meine Interesse am Kochen war damals schon so groß das ich jede Möglichkeit wahrnahm um alle Arten der Gastronomie kenne zu lernen.

 

Jungkoch

Mit diesem Wissen machte ich mich auf meine kulinarische Reise und landete glücklicherweise im Cliveden House in England. Meinem damaligen Küchenchef Mark Dodson (zuvor  Küchenchef im Waterside Inn, Bray 3 Sterne Michelin) und dem gesamten Team  habe ich viel zu verdanken und bekam hier auch die Möglichkeit durch verschiedene Praktika, Einblicke in grossartigen Restaurants wie dem Fat Duck (Heston Blumenthal 3 Sterne Michelin) oder auch dem Waterside Inn (3 Sterne Michelin) zu bekommen. Das kochen in so elitären Hotels und Restaurants hat mich sehr geprägt und mir wurde bewusst, das gutes Essen zwangsläufig immer mit guten Produkte und spannenden Kombination in Verbindung steht.

Zurück in Deutschland begann ich langsam meinen Stil zu finden und kochte in mehreren Restaurants als Koch und Sous Chef. Viel zu verdanken habe ich der Zeit im Hotel-Restaurant Hasen bei Hans-Joachim Rupp. Dieser vertraute mir und gab mir in jungen Jahren schon viel Verantwortung in seinem Restaurant. Gelerntes konnte ich vertiefen, ich lernte große Events zu organisieren immer mit dem Fokus auf Qualität und Leidenschaft zum Kochen.  Bei der Arbeit im Restaurant konnte ich mich weiterentwickeln, ausprobieren und lernte Azubis zu Führen.

 

Studium der Hotelbetriebswirtschaft

Doch es fehlte noch etwas in vielen Gesprächen mit Freunden wurde relativ schnell klar, das ich mein betriebswirtschaftliches und ökonomisches Wissen unbedingt erweitern wollte. Aufgrund der Nähe zu Heidelberg war natürlich sofort klar, das es die renommierteste Hotelfachschule in Deutschland sein soll. Natürlich blieb auch während meiner Zeit in Heidelberg das kochen nicht auf der Strecke. Mein Studium finanzierte ich mir u.a. durch unterschiedliche Tätigkeiten in verschiedenen Restaurants und Catering Betrieben. Wo ich wieder aus einer anderen Sichtweise Einblicke in verschiedene Küchen bekam und feststellte, das trotz meines noch jungem Alters mein Rat und meine Erfahrung schon sehr gefragt waren (…was mich natürlich sehr freute).  Nach drei Jahren verlies ich die Hotelfachschule Heidelberg mit dem Abschluss als staatlich geprüfter Hotelbetriebswirt. Den Abschluss meines Studium genoss ich mehr oder weniger bei einer 3 monatigem Anstellung auf einer Privatyacht im Mittelmeer.

 

Herrenjahre

Nach meiner Zeit in Heidelberg habe ich es meinem alten Freund Peter Hattenhauer zu verdanken, das ich mit 27 Jahren eine Anstellung als Küchenchef in einem der schönste, ältesten und damal noch bedeutesten Grandhotels Deutschlands bekam, dem Steigenberger Grandhotel Axelmannstein. Hier konnte ich meinen Stil finden und war verantwortlich für 3 Restaurants mit zwei Küchen eine besondere Zeit in meinem Leben. Nach 2 Jahren wurde ich Küchendirektor und bekam zusätzlich die Leitung des Radisson Blu Kongress- und Konferenzhotel in Salzburg. Die Erfahrung täglich von der Gemütlichkeit eines Grandhotel im beschaulichen Bad Reichenhall in den stressigen Alltags eine Konferenzhotel in Salzburg zu wechseln prägte mich sehr. Nach 5 Jahren wechselte ich als Küchendirektor auf die schöne Insel Rügen und leidete dort ein wunderschönes Ferienhotel. In meiner Zeit als Küchenchef habe ich mich sehr der Regionalität verschrieben und in Zusammenarbeit mit Regionalen Erzeugern auch intensive Kontakte zu Leidenschaftlichen Herstellern besonderer Produkte gepflegt. Die Zusammenarbeit und Unterstützung durch Erzeuger wie Matthias Schilling (vielen Dank nochmals hierfür), welcher auf der Insel Öhe seine eigenen Salzwiesen-Rinder züchtet, brachte mein Empfinden für gute regionale Produkte und vorallem für artgerechte Haltung und Erzeugung auf ein neues Level.

 

Triller’s Genussmanufaktur

Nach einer wunderschönen Zeit als Küchenchef begann mein Weg in die Selbstständigkeit. Dank der wunderbaren und bedingungslosen Unterstützung meiner Eltern, konnte ich angeschlossen an den elterlichen Betrieb meine eignen Visionen entwickeln. In vielen Gesprächen und auch manchmal hitzigen Debatten entwickelten ich auch inspiriert durch meinen Vater die verschiedenen Konzepte und vertiefte meine Leidenschaft für Kochkurse. Vielen Dank hier auch an meinen Freund Giorgi der mich leidenschaftlich unterstütz hat und auf dessen Hilfe ich immer (fast immer 😉 ) zählen kann.

 

Danke!

Bedanke möchte ich mich bei meinen bisherigen Wegbegleitern. Vielen Dank für die tolle Unterstützung. Vielen Dank an die vielen tollen Köche, danke an meine tollen Auszubildenden und Danke auch an wunderbare Chefs und tolle Lieferanten.

Das größte Dankeschön gilt natürlich meiner Familie. Vielen Dank das es euch gibt.

 

Genießt das Leben, auf bald mit Triller’s GenussManufaktur!!!

Freundschaftliche, kulinarische und erlebnisreiche Grüße

 

Euer Heiko